Ernst Molden: “Es Lem”

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Amerika liegt in Wahrheit in Erdberg.

Der Liedermacher ist bei sich angekommen. Sein neues Album “Es Lem” ist – laut Kurier.at – eine unaufdringliche, lässige Sensation. Bei den beiden Konzerten zur Präsentation seines neuen Albums “Es Lem” erlebten die begeisterten Zuschauer einen ganz neuen Ernst Molden: Mit extra trockenem Schmäh moderierte der früher so introvertierte, unter seinem Hut beinahe verschwindende Künstler durch einen entspannt groovenden Abend. Technische Pannen oder Texthänger seines großartigen Gastsängers Willi Resetarits wandelte Molden schlagfertig in Highlights des Konzerts um. Den Hut trägt er auf der Bühne nicht mehr – Molden fühlt sich sichtlich genug behütet.

“Ich hab gemerkt, dass ich, wenn ich dieses Material singe, sehr eins mit mir selber bin”, analysiert Molden. und “Ich brauche keine Rolle mehr. Ich bin in dem Moment der Song, und der Song ist ich. Das ist sehr angenehm.”

Lieder wie “bundesbod”, “74 A” oder “schlochdhausgossn” zeigen Molden wie immer als bilderreichen Erzähler, der inzwischen im Wiener Dialekt anstrengungslos dichtet.

Die Musik verdichtet diese Geschichten:

Sie schlendert zwischen Blues und Wienerlied, Indie-Rock und Chanson dahin, als wäre alles eins. Amerika liegt in Wahrheit in Erdberg.
Molden:

“So nah wie bei, Es Lem’ war ich mir noch nie bei mir, außer vielleicht bei den ,Bubenliedern’, aber damals war ich am Boden. Und jetzt bin ich glücklich in Erdberg, wenn es das gibt.”

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