| Mit
dem O-Wagen durch den Dritten
Ebenso sehenswert sind der Belvederegarten, der angrenzende Botanische Garten der Universität Wien sowie der Alpengarten, der allerdings erst wieder ab Mitte März 2010 geöffnet ist. Am Bikd seht Ihr den Eingang zum Alpengarten und zum Botanischen Garten |
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Botanischer
Garten der Universität Wien |
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Südbahnhof |
Landstraßer Gürtel - Station Fasangasse –
Fahrtrichtung Praterstern![]() |
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Nach dem kurzen Ausflug, der je nach Interesse durchaus mehrere Stunden dauern kann, setzt der O-Wagen seine Fahrt am Landstraßer Gürtel fort. Rechter Hand ist die nächste Parkanlage versteckt: Der ca. 165.000 m² große Schweizergarten, der nachdem 1890 der Linienwall (Verteidigungslinie um Wien) abgetragen worden ist, 1904 von den Wiener Stadtgärten als Maria Josepha Park angelegt wurde. Anlässlich der großzügigen Schweizer Hilfsaktionen nach dem 1. Weltkrieg erfolgte 1919 die Umbenennung der Parkanlage in Schweizergarten. Bereits vor 90 Jahren konnten die damaligen Besucher zahlreiche exotische Bäume, einen Alpenpflanzengarten, große Teiche mit Felspartien und Fontänen sowie ein Rosarium mit Wasserspielen bewundern. Die sogenannte „silber-metallische Säule“ erinnert an die Gründung der 2. Republik. Ein günstiger Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch den Schweizergarten ist die Station Fasangasse. Dort biegt der O-Wagen in die gleichnamige Gasse ab, während der 18er in Richtung Schlachthausgasse geradeaus weiterfährt.
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Wenn der O-Wagen in die Haltestelle Kölblgasse einfährt, hat er bereits ca. die Hälfte seiner knapp 8 km langen Strecke – mit insgesamt 21 Stationen –, die er fahrplanmäßig in 34 Minuten bewältigt, zurückgelegt. Benannt ist die Kölblgasse nach dem Fleischhauer Ignaz Kölbl (1789-1850).
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| Kölblgasse - Fahrtrichtung Raxstraße,Rudolfshügelgasse |
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Die Kurzstrecke 5 endet in der Station Rennweg. In Fahrtrichtung Praterstern befindet sich diese am unteren Ende der Fasangasse im Kreuzungsbereich mit dem Rennweg, der früher Rennweggasse und um 1340 Laufsteig genannt wurde. Ob die Bezeichnung Rennweg auf Rainweg bzw. Roanweg (= zwischen den Feldern gelegener Weg) oder auf in früheren Zeiten dort abgehaltene Wettrennen zurückzuführen ist, konnten die Historiker noch nicht restlos klären. Tatsache ist hingegen, dass am Rennweg außerdem die Züge der Schnellbahnstammstrecke, ÖBB-Regionalzüge, der 71er und der 77A halten. |
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In Fahrtrichtung Raxstraße befindet sich die O-Wagen-Haltestelle Rennweg ca. 70m nördlich des Rennwegs in der Ungargasse. Kurz davor kommt der O-Wagen an der 1735 erbauten Januariuskapelle (Hauskapelle des Harrach’schen Gartenpalais) vorbei. Von 1850 bis 1918 war in den Gebäuden – die kurz vor Ende des 2. Weltkrieges zerstört und später abgetragen wurden – das K.u.k. Militär-Reitlehrinstitut untergebracht. Einzig die Kapelle blieb nach dem 2. Weltkrieg erhalten, brannte aber gänzlich aus. Erst zwischen 1985 und 1987 wurde sie originalgetreu renoviert und am 9. September 1987 neu eingeweiht. |
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Russisch
Orthodoxe Kirche
Den bereits seit mehr als 100 Jahren gehegten Wunsch nach Errichtung einer eigenen Kirche für die in Wien ansässigen orthodoxen Gläubigen konnte Erzpriester Alexander Nikolajewskij erfolgreich in die Tat umsetzen. Am 3. Oktober 1893 erfolgte auf einem ehemaligen Grundstück der russischen Botschaft die Grundsteinlegung für den in den traditionellen Formen der russischen Sakralarchitektur gehaltenen Fünfkuppelbau. 1899 wurde die Kathedrale geweiht. Allerdings musste sie bereits 15 Jahre später wegen des Ersten Weltkrieges geschlossen werden. Erst 1945 konnte sie, nachdem sie im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und danach renoviert worden war, durch den Moskauer Erzbischof wieder eröffnet werden. Zwischen 2003 und 2008 wurde sie neuerlich generalsaniert. |
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| Station Neulinggasse – Fahrtrichtung Raxstraße, Rudolfshügelgasse |
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Entlang der ca. 1,2 km langen Ungargasse, deren Name auf den Umstand zurückzuführen ist, dass es hier viele Herbergen und Gaststätten gab, die bereits im 15. Jhdt. in erster Linie von ungarischen Kaufleuten und Viehhändlern frequentiert wurden, sind neben dem Palais Harrach seinerzeit viele andere Palais errichtet worden. Das einzige, das davon heute noch erhalten ist, ist das 1821 erbaute Palais Sternberg, (Ungargasse 43) in dem sich gegenwärtig das italienische Kulturinstitut befindet. Pilgert man die Sechskrügelgasse – in der Vergangenheit handelte es sich dabei um die Krügelgasse, die in Anlehnung an das auf Nr. 2 montierte Hausschild „Zu den sechs Krügeln“ 1870 umbenannt worden ist – entlang, kommt man am Bezirksmuseum Landstraße sowie unmittelbar danach am Bezirksamt für den 3. Bezirk vorbei und erreicht nach lediglich 3 Minuten Gehzeit den Rochusmarkt und die U-Bahn-Station Rochusgasse. Um aber nicht vom rechten Weg abzukommen, schließlich steht ja eine Reise mit dem O-Wagen am Programm, gehen wir wieder zurück zur Haltestelle Sechskrügelgasse und werfen vor dem Bezirksamt noch einen Blick auf den 1904 gestalteten Karl Borromäus-Brunnen.
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Ungargasse 13: Der Sünnhof. Das 1983 restaurierte und ein Jahr darauf mit dem EU-Preis für Kulturerbe (Europa-Nostra-Preis) ausgezeichnete Biedermeier-Durchhaus verbindet die Ungargasse 13 mit der Landstraßer Hauptstraße 28. Der Baukern stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1837 beauftragte Rudolf Sünn die Umgestaltung, 1845 wurde die Passage ausgebaut. |
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Was haben eigentlich die Europahymne und der O-Wagen gemeinsam? 1972 wurde das Hauptthema der von Ludwig van Beethoven (1770-1827) 1823/1824 komponierten 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 offiziell zur Europahymne erklärt. Vollendet hat Ludwig van Beethoven sein Werk in der Ungargasse 5. An diesem Haus (Ecke Ungargasse/Beatrixgasse) fährt heute der O-Wagen vorbei. |
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Ungargasse,
kurz nach der Kreuzung mit der Beatrixgasse – Fahrtrichtung Raxstraße |
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Beethoven-Gedenktafel am Haus Ungargasse 5 |
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Kreuzung
Ungargasse / Beatrixgasse – Fahrtrichtung Praterstern |
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Knapp 200 m legt der O-Wagen noch in der Ungargasse zurück, bevor er in die Invalidenstraße – die ihren Namen einem 1787 gegründeten Invalidenhaus verdankt – biegt und nach weiteren 300 m in die Haltestelle Landstraße (zugleich Ende der Kurzstrecke 6) einfährt. |
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Station
Landstraße – Fahrtrichtung Praterstern |
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Station Landstraße – Fahrtrichtung Raxstraße, Rudolfshügelgasse |
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Schwer vorstellbar, dass sich zwischen 1803 und 1847 auf dem heutigen Bahnhofsgelände ein Hafen, das Endbassin des Wiener Neustädter Kanals, befunden hat. Nachdem er zugeschüttet worden ist und 1858 die Stadtmauer geschliffen wurde, erbaute man 1859 den an der Verbindungsstrecke vom Nordbahnhof zum Südbahnhof gelegenen Durchgangsbahnhof „Hauptzollamt“ in Hochlage. Im Zuge der Wienflussregulierung und des Stadtbahnbaues entstand 1899 an der selben Stelle ein neuer Bahnhof in Tieflage. 1962 nahm die Schnellbahn den Betrieb auf, den Bahnhof benannte man vorerst in Wien Landstraße um, ehe er 1975 den Namen Wien Mitte bekam. Vor 10 Jahren plante man eine völlige Umgestaltung des Bahnhofs. Der ursprünglich favorisierte Neubau, der u.a. die Errichtung 97m hoher Bürotürme vorsah, scheiterte 2003. Das Ersatz-Projekt, das seit 2007 realisiert wird, soll laut Bauplan 2011 fertiggestellt sein. Konnte man bis April 2008, von der U-Bahn bzw. vom Bahnhof Wien Mitte kommend, den City Air Terminal und den CAT über eine Passage durch das Bahnhofsgebäude erreichen, ist nun ein baustellenbedingter Fußmarsch rund um das gesamte Gelände angesagt. Fahrgäste der Straßenbahnlinie O haben es eindeutig besser: Sie fahren bis zur Marxergasse (von der Landstraße lediglich 1 Station entfernt), wo sich auch das 2003 eröffnete Justizzentrum – in dem das Bezirksgericht Innere Stadt, das Bezirksgericht für Handelssachen Wien und das Handelsgericht Wien ihren Sitz haben – befindet.
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Station
Marxergasse – Fahrtrichtung Praterstern |
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Station Marxergasse – Fahrtrichtung Raxstraße,
Rudolfshügelgasse |
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Während der Fahrt durch die Hintere Zollamtsstraße kommt man am Bundesrechenzentrum, am Finanzministerium und am Verkehrsministerium vorbei. Letzteres ist im unübersehbaren Gebäude an der Kreuzung mit der Radetzkystraße untergebracht, wo sich die nächste reguläre O-Wagen-Station befindet und auch die Linie 1 hält.
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Station Hintere Zollamtsstraße – Fahrtichtung Raxstraße, Rudolfshügelgasse |
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Von der Europahymne zum Radetzkymarsch: Der O-Wagen macht’s möglich. 1848 komponierte Johann Strauss Vater jene Takte, die traditionsgemäß das Neujahrskonzert beenden, alljährlich hunderte Millionen Menschen in aller Welt begeistern und als eine der vielen Assoziationen zu Wien gesehen werden. Und während der O-Wagen (fairerweise sei auch die Straßenbahnlinie 1 genannt) in der Radetzkystraße die 215 m lange Strecke bis zum Radetzkyplatz zurücklegt, einige Eckdaten aus dem Leben des Feldmarschalls Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz: Geboren am 2.11.1766 auf Schloss Trzebnitz in Südböhmen, Besuch der Ritterakademie in Brünn und des Theresianums in Wien, 1784: Eintritt in den Militärdienst, 1796: Beförderung zum Major, 1813: Völkerschlacht bei Leipzig , 1836: Beförderung zum Feldmarschall, 1848/1849: Sieg gegen Piemont-Sardinien, Versetzung in den Ruhestand im 91. Lebensjahr (nach 72 Jahren Dienstzeit in der Armee), verstorben am 5.1.1858 nach einem Unfall in Mailand. Melde gehorsamst: „Ankunft Station Radetzkyplatz, Ende der Kurzstrecke 7, Umsteigen zur Linie 1“ |
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Station
Radetzkyplatz – Fahrtrichtung Praterstern |
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Station Radetzkyplatz – Fahrtrichtung Raxstraße, Rudolfshügelgasse |
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Bitteschön: 50 Jahre zuvor – seit 13. März 1955, um genau zu sein – war die Linie O die erste Linie, auf der die sogenannten Halbstarken verkehrten. Dabei handelte es sich um zweiachsige Triebwagen (meist Type M, Baujahr 1927-1929 oder K, Baujahr 1912-1914), die einen vierachsigen, modernen Großraumbeiwagen zogen (Produktionsbeginn der Type c2: 1954). Bis zu diesem Zeitpunkt waren am O-Wagen hauptsächlich Garnituren, die aus einem K und zwei (sehr oft typenunterschiedlichen) Beiwagen bestanden, unterwegs. |
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O-Wagen
auf der Franzensbrücke in Fahrtrichtung Praterstern
– Überquerung des Donaukanals und Verbindung zwischen dem 3.
und dem 2. Bezirk |
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Das Ki3-Team dankt dem Autor dieser Geschichte mit dem Alias "67er" aus dem |
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| Quelle: Schriften, Informationen und Sonderhefte des Bezirksmuseum Landstraße bzw. das Straßennamen-Lexikon. |
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